Letzte Aktualisierung: 2. Mai 2010

Neu im Nicaragua Verein

Ich, Pauline Bachmann, arbeite Seit Februar 2010 im Nicargua Verein Hamburg e.V. als Öffentlichkeitsreferentin. Als studierte Lateinamerikanistin, aber auch durch persönliche Kontakte und Erfahrungen ist mir das Land Nicaragua sehr ans Herz gewachsen.

Im letzten Jahr habe ich eine internationale Konferenz zum 30. Jahrestag der Sandinistischen Revolution an der Freien Universität mitorganisiert, zu der nicht nur viele Nicaraguaner, sondern auch Menschen aus Costa Rica, den USA, Kanada, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland angereist waren.

Ich freue mich einen Verein mit so aktiven und engagierten Mitgliedern wie den Nicaragua Verein unterstützen zu können, das Land in Hamburgs Öffentlichkeit zu präsentieren, und die Menschen für Nord-Süd-Thematiken mit Nicaragua-Bezug zu sensibilisieren.

 

Dank an Chris

Chris

 Alle, die in letzter Zeit mit dem Vereinsbüro in Kontakt standen, wissen es bereits: schon zum Februar diesen Jahres hat es einen Wechsel im Hamburger Büro unseres Vereins gegeben; Christina Castillón hat bei uns aufgehört, die Stelle der Referentin für Öffentlichkeitsarbeit hat seither Pauline Bachmann übernommen.

Chris hat über zwei Jahre lang die Öffentlichkeitsarbeit im Nicaragua Verein gestaltet und geprägt: der Verein hat dabei von immer neuen Ideen profitiert, sei es zu Veranstaltungskonzepten oder dazu, wie wir bestimmte Gruppen gezielter ansprechen oder auch ganz neue Kreise von Interessierten erschließen können. Dabei kam es über ihre vielfältigen Kontakte immer wieder zu Öffentlichkeitsveranstaltungen an Orten abseits der ausgetretenen Pfade, die neue Begegnungen angeregt haben.

Akzente gesetzt hat sie zudem mit Veranstaltungen für Jugendliche, zuletzt mit dem Projekt ‚Jugendliche fotografieren ihren Alltag‘, als dessen Ergebnis eine ausleihbare Fotoausstellung entstanden ist, die die Alltagsrealitäten von Leóner und Hamburger Jugendlichen und ihre Sichtweisen darauf kontrastiert.

Unter den vielfältigen Aufgaben im Nicaragua Verein hat Chris aber auch ihr Geschick für den Verwaltungsteil der Öffentlichkeitsarbeit entdeckt, auf diesen Bereich konzentriert sie sich nun mit ihrer neuen Stelle.

Vielen Dank, Chris, für Deinen Einsatz und Dein Engagement bei uns und besten Erfolg für die Zukunft!

 

Neues Erscheinungsbild

aktueller flyer

Alle, die in letzter Zeit ein Schreiben vom Nicaragua Verein bekommen oder seine Internetseite besucht haben, kennen es schon: das neue Logo des Vereins. Schlicht ist es, klar und ruhig, vornehmlich geprägt durch sein flächiges Blau. Doch waren für den Wechsel nicht ästhetische Motive entscheidend: immer größeres Unbehagen gab es im Verein vielmehr über die Gemeinsamkeit des alten Vereinslogos (zwei dahingeworfene Farbstriche, der eine rot, der andere schwarz) mit den Symbolen der Partei FSLN (Frente Sandinista de Liberación Nacional).

Die Gemeinsamkeit des Symbols hatte ihren Ursprung in der gemeinsamen Identifikation und Solidarität mit den Idealen der Sandinistischen Revolution, aus Tradition hat der Nicaragua Verein das Logo lange Jahre beibehalten. Er hat sich selbst immer als unabhängig und überparteilich verstanden, wurde aber in Nicaragua wegen des Symbols zunehmend in die Nähe der Partei FSLN gerückt. Dass sich die Partei FSLN und ihre Funktionäre aber mittlerweile vollkommen von den ursprünglichen revolutionären Zielen losgelöst haben, thematisierten viele Beiträge dieser Zeitung.

Als Verein unterstützen wir nach wie vor Basisbewegungen in Nicaragua, die sich für ein Leben in Würde, Aufrichtigkeit und Selbstbestimmung einsetzen, ihnen gilt auch unsere Solidarität beim Widerstand gegen die Repression durch Regierung und Parteien. Darum wollen wir auch bei unserem Logo jeglichen Bezug auf politische Parteien vermeiden. Ganz besonders deutlich müssen wir zudem dort sein, wo eine Partei wie der FSLN revolutionäre Symbole und revolutionäres Vokabular für ihre Machtzwecke missbraucht. Nicht nur äußerlich neugestaltet, sondern auch inhaltlich aktualisiert haben wir darüber hinaus unser Vereinsfaltblatt.

Alexander Laarmann

 

 

Eylin Somarriba stellt sich als neue Vertreterin in León vor

Die alte und die neue Vertreterin des Nicaragua-Vereins in León: Silvia Altamirano und Eylin Somarriba

Ich heiße Eylin Osiris Somarriba Rojas, bin 28 Jahre alt, habe Jura studiert und
bin zugelassene Notarin und Rechtsanwältin.
Ab dem 1. Dezember versuche ich, den Nicaragua Verein Hamburg würdig in
León zu vertreten, eine Aufgabe, der ich mich gerne stelle. Ich hoffe, dass ich die Anforderungen mit der Hilfe der Partner in Hamburg und León erfüllen kann.
Während meiner Studienzeit habe ich zusätzlich einen Kursus über Menschenrechte für Hochschulstudenten belegt. Dabei ist mir klar geworden, dass unsere Rechte als Studenten in alltäglichen Situationen regelmäßig verletzt werden.
Auch ein Seminar über Strafprozessrecht, war wichtig für meinen beruflichen Werdegang, obwohl es mir nicht besonders gefällt, weil ich Pazifistin bin. Ich meine, dass Gewalt Kriege verursacht, und Kriege wiederum die Ursache von Armut und Leid sind.
Eine besondere Erfahrung und Herausforderung war für mich „Deutsch für Ausländer“. Obwohl Deutsch eine sehr schwere Sprache ist, gefällt sie mir. Sie ist auch etwas besonderes, weil sie hier nicht von vielen erlernt wird. Ich bin stolz darauf, dass ich anfange Deutsch anzuwenden, obwohl es schwer ist ohne regelmäßige Konversation.
Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich wenig Erfahrung in Projektarbeit habe. 2005 habe ich für zwei Monate als Freiwillige in einem kleinen Projekt des Movimiento de Mujeres María Elena Cuadra (MEC) gearbeitet, das sich an Frauen in der Stadt und in ländlichen Gebieten im Departament León richtete. Meine Tätigkeit bestand darin, Frauen über ihre Rechte aufzuklären. Viele Frauen und Mütter kennen ihre Rechte nicht. So können sie sich nicht gegen ihre Diskriminierung wehren. Außerdem geraten sie in Situationen, in denen sie ohne es zu wollen, ihre Kinder und andere Personen in Mitleidenschaft ziehen. Diese Erfahrung war sehr bereichernd für mich, weil ich nicht nur helfen, sondern auch meine Kenntnisse erweitern konnte.
Nach meiner kurzen Erfahrung im MEC arbeitete ich als Assistentin und Beraterin in einer Anwaltskanzlei. Auch dies war eine nützliche Erfahrung. Ich konnte bei der Lösung von Problemen verschiedener Art juristisch beraten und helfen.
Zum Schluss will ich sagen, dass ich mich für eine gesellige, fröhliche und ehrliche Person halte und ich möchte, dass andere mich entsprechend behandeln. An meine Arbeit gehe ich engagiert und verantwortungsbewusst.
Während meiner Freizeit besuche ich das Altenheim in León. Ich genieße die Gesellschaft alter Leute und die Geschichten, die sie erzählen. Mir gefällt es, ins Kino zu gehen, fernzusehen, zu tanzen, Musik zu hören und Bücher zu lesen.
Ich denke, so habe ich zusammengefasst, wie ich war und bin, als Person und als Fachfrau.