Projekte

Senatsprojekte

Im Rahmen der Städtepartnerschaft Hamburg – León stellt die Senatskanzlei für die Durchführung von verschiedenen Projekten in León finanzielle Unterstützung zur Verfügung. Als direkte Ansprechpartnerin der Senatskanzlei, hatte die Stadtverwaltung (Alcaldía de León) die Abwicklung der begünstigten Projekte in León bis 2009 übernommen. Wegen der unregelmäßigen Kommunalwahlen hat nun die Senatskanzlei diese direkte Zusammenarbeit verändert, sodass andere Partnerinnen in León gesucht werden müssten.

Mit dem Ziel sicherzustellen, dass diese Mittel  tatsächlich in Leon ankommen, hat sich der  Nicaragua Verein bereit erklärt die Abwicklung dieser Projekte zu übernehmen.  Voraussetzung dafür ist, dass die Ziele mit unseren Kriterien übereinstimmen.

In enger Zusammenarbeit mit unserer Vertreterin in León, hat  der Nicaragua Verein  im Rahmen des Programms 2010  und 2011 die Abwicklung folgender Projekte übernommen:

 

Ausrüstung und Lernprogramm des Projektes „Barrilete“ (Drachen)

Das Projekt wird vom Centrum für Integrale Bildung „Barrilete“ [CEINBA] durchgeführt.

CEINBA betreut Kinder und Jugendliche im Alter vom 6 – 14 Jahren  aus armen Vierteln Leóns. Mit der Finanzierung werden Schulmaterial und Schulbücher gekauft. Ferner werden 24 Seminare mit verschiedenen Themen wie Kinderrechte, Umwelt und Sexualaufklärung für die Kinder des Projektes und ihre Eltern durchgeführt.
Außerdem sollen das dringend benötigte Mobiliar, Elektrogeräte sowie Küchen-  und Speisesaalausstattungen gekauft werden.

Für das Jahr 2011 ist eine zweite Phase geplant. Die Finanzierung des Projektes  „Technische Ausstattung zur Nachhaltigkeit des Zentrums CEINBA (Barrilete) zur Stärkung und Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, Phase II“ ist von der Senatskanzlei genehmigt, vorbehaltlich der Ergebnisse des laufenden Projektes. Mit der Unterstützung des Hamburger Senats werden Ausstattung und Materialien für eine Siebdruckwerkstatt gekauft. Damit möchte das Zentrum Barriletes den von ihm betreuten Jugendlichen die Möglichkeit anbieten, sich auszubilden und so ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Außerdem soll durch den Verkauf der hergestellten Produkte  dem Zentrum zu einer gewissen Nachhaltigkeit verholfen werden. 

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„Gesundheit und Bildung durch Spiel“

Das Projekt wird vom Informations- und Beratungszentrum für Gesundheit, [CISAS] durchgeführt.
CISAS, wurde 1983 gegründet und hat Erfahrung in den Themen Gesundheit, Erziehung und Lernen durch Spiel.

Die erste Spielothek im Land wurde 2007 von CISAS eingerichtet. Seitdem beteiligte sich CISAS an der Einrichtung 6 weiterer Spielotheken in León und Chinandega.  CISAS ermöglicht Kindern Sport und Spiel, die sonst keinen Zugang dazu haben. Durch Spiel und Sport als Medium soll die Entwicklung der Kinder gefördert, Gesundheitsaufklärung betrieben, ihr Selbstbewusstsein gestärkt wird und die Kinder und Jugendlichen vor Kriminalität bewahrt werden.
Nach Abschluss des Projekts wird diese Arbeit weiter geführt. Während des Projektes werden Spielotheken der einzelnen Bereiche aufgebaut, die dann selbständig vom Vorstand der Jugendlichen geleitet  werden (vom Reparto Adiact). Die Jugendlichen sollen hierzu ausgebildet werden.

Die Finanzierung durch den Hamburger Senat ermöglicht die Anschaffung der benötigten Spiele und Sportutensilien sowie die Anleitung der Jugendlichen zur späteren eigenständigen Weiterführung der Arbeit.

 

„Ausbildung zu Kleidungsschnitt und -fertigung für Frauen aus Sutiava“

Projektträger dieses Projektes ist der Verein Christliche Frauen, Gott ist Liebe - Sutiava
Mit der finanziellen Unterstützung des Hamburger Senats wird der Verein eine Schneiderei einrichten. Dazu werden die nötigen Nähmaschinen gekauft und das Material als technische Einrichtung in INATEC. Um den sofortigen Einsatz der Frauen zu ermöglichen wird ihnen bei der Einschreibung, bzw. bei der Legalisierung geholfen. Es werden außerdem 40 arbeitslose Frauen in jeweils sechs Monaten in zwei Gruppen ausgebildet, so dass sie in die Lage versetzt werden, Kleidung herzustellen als eine Alternative zu der Arbeit in der Freihandelszone (ARNECON).

Ziel des Projektes ist auch gegen die Frauendiskriminierung und gegen das Vorurteil entgegenzuwirken, dass die Frauen nur für die Kinder da seien.
Eine weitere Auswirkung des Projektes ist durch die bessere Berufs- und Lebensperspektive zu vermeiden, dass die Frauen in Sutiava  nach Costa Rica auswandern um Arbeit zu suchen um für ihre Familie sorgen zu können.

 

„Malschule Sutiava“

Trägerorganisation dieses Projektes ist der  Frauenverein für die Integration der nicaraguanischen Familien in León (AMIFANIC-León).

Das Projekt Malereischule „Xochilt Adiac“ wurde schon im Rahmen der Städtepartnerschaftsver­einbarung 2007 / 2008 unterstützt als Komponente des  Projektes „Förderung außerschulischer Fähigkeiten bei Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden“

Projektaktivitäten:  30 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 17 Jahren im Stadtteil Sutiava werden in 40 Seminaren weitergebildet. Es werden ihre Fähigkeiten in der Malerei entwickelt und gefördert. Die Kinder und Jugendlichen erlangen Grundkenntnisse der Maltechniken und Farbenlehre. Dazu werden sie gemeinsam eine Wand im Stadtteil Sutiava gestalten. Es wird die Fantasie angeregt, sowie das soziale Verhalten und das Selbstbewusstsein gefördert.

 

„Erlernen von neuen Techniken der Automatisierung in der Industrie“

Trägerorganisation: Technisches Institut La Salle
Das technische Institut La Salle ist eine Schule mit Primar- und Sekundarbildung. Dort bekommen Jugendlichen aus armen Familien zusätzlich eine technische Ausbildung in Bereichen wie z.B. Elektronik, Mechanik und Automechanik.
Die Maschinen für die Ausbildung in Elektronik, Mechanik und Automechanik decken den Bedarf zu 30%, aber nicht die gegenwärtigen Anforderungen der jetzigen und zukünftigen Industrie Nicaraguas und Zentralamerikas. Außerdem benötigen die Absolventen für die Arbeitssuche in den Freihandelszonen eine moderne Ausbildung. Die dortigen Firmen produzieren mit moderner Technologie. Auch das Institut braucht daher zeitgemäße Ausrüstung um diesen Anforderungen nachkommen zu können:

Gerätesatz TP 601 – Grundstufe: Grundlagenausbildung Elektrohydraulik
Gerätesatz TP 602 – Aufbaustufe: Anspruchsvolle Elektrohydraulikausbildung
plus Zubehör.

Im Rahmen des Projektauswahlverfahrens für das Jahr 2011 wird die zweite Phase mit dem Kauf von  Geräten im Bereich Elektropneumatik, Pneumatik, Hydraulik und Elektrohydraulik von der Senatskanzlei finanziert.

 

 „Berufliche Bildung in Kosmetik, Schneiderei und Tischlerei“ - Phase III

Die Träger dieses Projektes, die Stiftung Indigene Frauen in Sutiava Xochilt Acaltl wurden  in leicht geänderter Form zweimal im Rahmen der Vereinbarungen 2005/06 und 2007/08 jeweils unterstützt.

Durch die Unterstützung werden Jugendliche aus den ländlichen Gebieten Leóns profitieren, die sonst kein Zugang zu einer technischen Ausbildung haben. Es werden jeweils 20 Jugendliche als Tischler und Kosmetik Expertinnen ausgebildet. Zudem werden im Bereich Schneiderei Materialien gekauft, um die Stiftung in die Lage zu versetzen den in Phase 1 und 2 ausgebildeten jungen Frauen eine Chance zu eröffnen das Erlernte anzuwenden bzw. zu nutzen.

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„Direktvermarktung ländlicher Produkte und solcher von Kleinproduzenten an den Konsumenten“

Trägerorganisation ist die Genossenschaft für die Direktvermarktung von lokalen Produkten an die Endverbraucher (MELPAC-León)

Das Projekt hat die 5 Komponenten

  1. Kauf und Herrichtung eines strategisch günstig gelegenen Grundstückes für die Direktvermarktung.
  2. Errichtung der Infrastruktur eines kleinen neuartigen Marktes auf einem Grundstück der Genossenschaft, welches für diesen Zweck jeweils zu einem Drittel von dieser gekauft, von der Alcaldía  geschenkt und von der SK finanziert wird.
  3. Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für diese in León neue Art der Vermarktung und die hohe Qualität der so dargebotenen besonders frischen Produkte.
  4. Fortbildung in Kursen mit jeweils 15 Teilnehmenden und einer Kurslänge von je 20 Stunden in den Bereichen Marktwesen, Buchhaltung und Wettbewerbsfähigkeit mittels „sauberer“ Produktion.
  5. Verwaltungsaufbau für die Direktvermarktung.
    MELPAC-León hat sich zum Ziel gesetzt, die Preisvorteile, die durch den entfallenden Zwischenhandel entstehen, sowohl den Mitgliedern als auch den Endverbrauchern zugute kommen zulassen.

Außerdem soll in jeder Hinsicht die „saubere“ Produktion ausgeweitet und propagiert werden.

Mit der Errichtung der Infrastruktur und der Erfahrung aus dem fast einjährigen Betrieb des Marktes soll dieser sich ab dem 2. Jahr selbst tragen.

 

„Förderung der Rechte von Frauen, Kindern und Jugendlichen im nordöstlichen Teil Leóns“

Im Rahmen des Programmes 2011 zur Unterstützung der Projekte der Städtepartnerschaft Hamburg – León in León wird dieses Projekt von der Senatskanzlei finanziert

Träger ist das Zentrum für die Ausbildung arbeitender Frauen [CECAMO]

 CECAMO hat sich, durch die langjährige Unterstützung der Stadt Hamburg zu einem wichtigen Frauenberatungs- und -bildungszentrum in der Partnerstadt Leon entwickelt. Das Zentrum ist Mitglied des „Red de mujeres contra la violencia“ und somit mit anderen Frauenorganisationen in León und Nicaragua gut vernetzt.

In diesem Projekt soll in den Bereichen Menschenrechte, kommunale Organisation und ihre rechtlichen Grundlagen, sowie bürgerliche Selbstverwaltung ausgebildet werden. Ferner soll die Zielgruppe gegen Gewalt und ihre Folgen sensibilisiert werden. Die Zielgruppe sind  Kinder, heranwachsende Jugendliche und Frauen in 10 Bezirken des nordöstlichen Teils  des Municipio Leóns.

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