„Vom Hörsaal ins Gefängnis“ — Amaya Coppens berichtet von den Protesten in Nicaragua

Wann ? Am Donnerstag, 26. September 2019 um 19 Uhr. Wo? Im Curiohaus, Versammlungsraum A der GEW, Rothenbaumchaussee. Durch die Veranstaltung führt die nicaraguanische Soziologin Claudia Pineda. Deutsche Übersetzung: Karin Uhlenhaut. Der Eintritt ist frei.

Amaya Coppens Zamora (24) gehörte zu den Studierenden in León, die mit ihrem Protest als erste im Land der eskalierenden staatlichen Repression am 18. April 2018 ausgesetzt waren. Erst danach — und vor allem durch die über WhatsApp verbreiteten Bilder motiviert — kam es zu größeren Demonstrationen in Managua und anderen Städten und zu entsprechend gewalttätigen Aktionen von regierungstreuen Jugendlichen.

Amaya Coppens ist Mitglied der studentischen Organisation CUDJ ( Universitätskoordination für Demokratie und Gerechtigkeit) und der AMS (Artikulation der sozialen Bewegungen), beide Teil des breiten Oppositionsbündnis UNAB in Nicaragua. Sie ist Medizinstudentin und Feministin und besitzt die nicaraguanische und belgische Staatsbürgerschaft. Nach der großen Protestwelle vom April bis Juli 2018 wurde sie wie Hunderte andere verhaftet und wegen Terrorismus angeklagt. Nach 9-monatiger Haft kam sie im Juni 2019 frei.

Anfang September hat Amaya Coppens über die anhaltenden Verletzungen der Menschenrechte in Nicaragua vor der UNO-Menschenrechtskommission in Genf berichtet. Sie wird auch uns im Curiohaus von den andauernden Repressionen und vom Widerstand in ihrem Land berichten.

Nach einer ersten Informationsrunde gibt es Gelegenheit für Fragen und Meinungsaustausch.

Die Veranstaltung wird vom Nicaragua Verein Hamburg e.V. in Zusammenarbeit mit der GEW-Mittelamerikagruppe und Unterstützung von NICADE durchgeführt. Sie findet statt im Rahmen der Jubiläen: 35 Jahre Nicaragua Verein Hamburg und 30 Jahre Städtepartnerschaft Hamburg-León.

Hier ein Porträt aus Confidencial über Amaya Coppens auf Englisch sowie ein perfil en español